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Jan 30, 2015

#gedankenkarussel | Ein Schritt weiter und du fällst, Generation Y

Oder: Das ist die Generation Y.

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr an der Kante eines 9-stöckigen Hauses steht, grenzenlose Freiheit und Furcht zugleich spürt? Ein Schritt weiter und du fällst, weil niemand bereitsteht, um dich festzuhalten. Ich war immer eine Kämpferin, schon seit der Scheidung meiner Eltern. Musste erwachsen sein, wo andere noch Kind sein konnten. Nein danke, kein Mitleid. Schließlich gibt es weitaus Schlimmeres, als dass man das Vertrauen in den väterlichen Part verliert gleichzeitig diese klaffene Wunde irgendwie zuzementieren versucht und es trotzdem nie schafft. Verletzbar ist doch jeder auf die eine oder andere Weise, und ohne es zu wollen, verletze ich genauso Menschen wie sie mich. Die Kämpfernatur gibt aber nicht auf, versucht sich Flügel zu basteln um nicht zu fallen.

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In der Depression der Emotionskonjunktion findet man auch ganz schnell Songs, die dann genau für DICH geschrieben worden sind. Da kannst du mitfühlen, mitgröhlen und vielleicht auch ein bisschen mitweinen, um die Gedanken wegzuschieben dass du vielleicht was Blödes gemacht hast und das, was du nicht getan hast, bereust. Weil du eben nicht weißt, was eigentlich gerade abgeht, weil du dein Studentenleben mehr genießt als du solltest, und dir das immer anhand fleißiger KommilitonInnen vorgezeigt wird. Ich plane mit Absicht ein Semester mehr ein, als ich brauchen würde, der Selbstfindung wegen. Dafür gibt es keinen Weg geradeaus. Generation “Ich mach mein Hobby zum Beruf” und “Erstmal die Welt entdecken”.

 

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=qoWRs7lXtYE&w=560&h=315]

 

Aber keine Sorge, die Rezession kommt, findet vielleicht auch ihren Boom. Ich will gar nicht daran denken, dass ich meine Attitüde vom letzten Seelenstrip-Post eigentlich über Bord geschmissen habe. Vielleicht tut es manchmal ganz gut (wenn auch weh), auf jemanden oder etwas zu warten. Ich will die eine Frage hören, auf die ich die Antwort schon hundertfach vor mich hingedacht habe. Die eine Chance vor mir zu haben, in der ich das Versprechen finde, dass es genau das Richtige ist was ich tue.

My Head is a Jungle.

Der Weg ist das Ziel, sagt man ja, aber der Weg ist momentan steinig. Der “Nachpubertäts-Krise/Quarterlife-Crisis” ist man ja als Tween ausgesetzt: Wo stehe ich, wo will ich hin? Was bringt die Zukunft? Mit wem teile ich sie und mit wem nicht? Warum geht das alles schwerer als gedacht und geht’s mir wirklich mies dabei oder ist das überspitzt? Warum muss ich alles in Frage stellen, warum kommt nicht einfach mal alles auf mich zu?

Da müssen wir durch, wir Y-ler.

Loslassen können und Neues ergreifen, Abzweigungen nehmen, den Kreisverkehr noch eine Runde länger befahren.

Forgive & Forget.

 

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